UNEARTH – Brettspiel-Review

UNEARTH – Brettspiel-Review

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Unearth Kundlinge

Als Führer eines Kundling-Stammes erkunden wir die Welt auf der Suche nach den verlorenen Städten, die einst von unseren Ahnen erbaut worden sind. Wir durchkämmen dichte Wälder, karge Wüsten, tropische Inseln, dunkle Höhlen und selbst die höchsten Berge, um das Vermächtnis unserer Vorfahren aus vergangenen Zeiten zu neuem Glanz zu erheben. Vor der großen Zerstörung war unser Volk ein Reich voller Wunder. Mit Erfindungsreichtum und Weisheit erschufen wir ein Juwel, zu dem die ganze Welt hinaufgeblickt hat. Es ist nun an uns, die verlorenen Städte unserer Ahnen wiederzuentdecken, Zerstörtes zu erneuern und uns daran zu erinnern, woher wir stammen. Unsere Reise beginnt.

Details

Erobern. Erneuern. Erinnern. Mit diesen 3 Worten heißen uns die Autoren Jason Harner und Matthew Ransom in der Welt von Unearth willkommen. In Unearth geht es darum, mit unserem Stamm aus eifrigen Kundlingen, die zerstörten Ruinen unserer Vorfahren, dargestellt als wunderschön illustrierte Karten von Jesse Riggle, für unseren Stamm zu erobern und mächtige Wunder zu erneuern. 2017 ist das Familien-Strategie-Spiel für 2-4 Spieler bei Brotherwise Games erschienen. Der Vertrieb in Deutschland erfolgt durch Asmodee. Eine Erweiterung für dieses Jahr ist bereits angekündigt. Die Erweiterung mit dem Titel The Lost Tribes ist unterdessen auf Englisch erschienen, wird allerdings nicht auf Deutsch erscheinen.


Spielmaterial und Ersteindruck

Unearth ist mir aufgefallen, als ich planlos online durch einen Shop gewuselt bin. Design und Motiv des Covers haben mich schlagartig dazu verleitet mit dem scrollen aufzuhören und mir das Spiel genauer anzusehen. Die Voxelgrafik (ich glaube, so nennt sich der Stil) der Ruine in Kombination mit den entsättigten, dezenten Farben haben direkt auf mich gewirkt und mich gleich abgeholt. Da Unearth für mich kein geplanter Kauf war, in meinem Fall also alles richtig gemacht.

Unearth Spielmaterial

Bestellt, angenommen und aufgemacht war ich dementsprechend dann auch gleich von den insgesamt 25 großen Ruinenkarten begeistert. Auf jeder Karte ist eine Ruine in gleicher Optik wie auf dem Cover dargestellt. Sie sind in je 5 Karten in 5 verschiedene Biome unterteilt: grüne Waldruinen, weiße Karten für verschneite Bergruinen, rot für Wüste, violett für dunkle Ruinen in Höhlen und blau für Inseln. In der linken oberen Ecke der Ruinenkarten befindet sich der Ausgrabungswert, der relevant für die Eroberung der Karte ist, während unten rechts ein Wert angibt, wie viele Steinplättchen, die für die Erneuerung von Wundern nötig sind, auf diese Karte bei Erkundung gelegt werden. Dazu gleich mehr.

Zu den Ruinenkarten gesellen sich 38 kleine Kundlingskarten, Karten für Epochenenden und Wunder sowie 60 Steinplättchen und 20 Würfel. Die Würfel repräsentieren die Kundlinge und bestehen aus 5er Sets für jede Spielerfarbe. Darunter 3 sechsseitige W6, 1 vierseitiger W4 und 1 achtseitgier W8 in jeweils rot, blau, grün und gelb. Nicht zu vergessen, ein Stoffbeutel aus dem später verdeckt die Steinplättchen gezogen werden.


SO WIRD UNEARTH GESPIELT

Unaerth Spielaufbau

Spielaufbau

Den Aufbau von Unearth hatte ich mir zur ersten Partie tatsächlich nicht so aufwendig vorgestellt. Nicht falsch verstehen, Unearth ist kein sonderlich komplexes Spiel und auch der Aufbau ist es nicht. Allerdings ist die Menge an Dingen die man dabei beachten muss, für ein rund 30-40 minütiges, eher simples dice-placement-Spiel, für mich doch unerwartet überwältigend gewesen. Viel Material variiert mit der Spieleranzahl, hier wird etwas druntergelegt, dort wird etwas raussortiert. Wer das Spiel nicht regelmäßig aufbaut oder sich einfach schlecht Regeln merken kann, sollte das Regelheft besser nicht verlegen. Aufbau in 4 Schritten:

WÜRFEL & KUNDLINGSKARTEN

Zu Beginn erhält jeder Stammesführer sein Würfelset in rot, blau, grün oder gelb. Anschließend werden die 38 kleinen Kundlingskarten, mit denen die Effekte eingesetzt werden, zu einem verdeckten Stapel vorbereitet, wovon sich jeder Spieler seine ersten 2 Karten ziehen darf.

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RUINENKARTEN VORBEREITEN

Alle Ruinenkarten werden gemischt und jeder Spieler erhält verdeckt eine Karte. Ähnlich wie die geheime Auftragskarte bei Sagrada, wird diese anderen Spielern nicht gezeigt und bietet einen Anreiz zum Sammeln der entsprechenden Farbe. Jetzt aufgepasst: die 5 obersten Karten werden zurück in die Schachtel gelegt. Die wiederum dann obersten 5 werden neben dem Stapel in einer Reihe aufgedeckt. Zu guter Letzt kommt von den 5 großen Epochenende-Karten, die das Spielende einläuten, noch eine zufällige Karte unter den Stapel.

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STEINPLÄTTCHEN VORBEREITEN

Alle 60 Steinplättchen kommen zu Beginn in den schwarzen Stoffbeutel und werden ordentlich durchgerüttelt. Jetzt werden für jede ausliegende Ruinenkarte so viele Steinplättchen aus dem Beutel gezogen und entsprechend des Wertes unten rechts auf die Ruinenkarten gelegt.

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WUNDER ERNENNEN

In Unearth gibt es kleine, große und besondere Wunder. Letztere bieten Fähigkeiten oder Effekte, sind aber schwieriger zu erhalten, während die ersten beiden zur Schlusswertung unterschiedlich viele Punkte geben. Von den insgesamt 15 besonderen Wundern, werden zufällig so viele Plättchen, wie Spieler teilnehmen plus 2 gezogen und auf ihrer zugehörigen Karte platziert. Zuletzt werden die kleinen und großen Wunder getrennt voneinander gemischt und ebenfalls auf ihren Wunderkarten gelegt.

Jetzt sind wir fertig und die Erkundung kann beginnen.

Weiter mit Spielablauf, Spielende und Fazit:

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Uzumaki

    Hey… danke für deine Rezension…. wir finden das Spiel auch toll … das ist eben Geschmacksache…. aber es bringt uns Spaß …manche so gehypten Spiele liegen bei uns dagegen nur rum … alles gute … liebe Grüße aus Bremen … Frank und Erika

    1. Tim

      Hey Frank & Erika! Vielen Dank für den Kommentar. Freut zu hören, dass es noch mehr Brettspieler gibt, die Unearth mögen. 🙂 LG, Tim

  2. Heinrich

    bin auch durch Zufall auf dieses Spiel aufmerksam geworden und stimme dir voll und ganz zu!

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