Terraforming Mars – Brettspiel-Review

Terraforming Mars – Brettspiel-Review

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TERRAFORMING MARS: SPIELENDE & WERTUNG

Sind die Zielwerte für die globalen Parameter erreicht, wird die Partie nach der Produktionsphase in dieser Runde beendet. Es wird also noch ein letztes mal produziert, was für die Auszeichnungen „Wärmetechniker“ (die meisten Wärmemarker im Spiel) und „Bergmann“ (die meisten Stahl- und Titanressourcen) relevant ist.

Punktewertung

Terraforming Mars Punktewertung

Die Punkte zur Schlusswertung kommen aus 5 Quellen. Da hätten wir zum einen den aktuellen Terraformwert als Basis, dessen Marker für jeden Spieler um folgende Faktoren weiterverschoben wird: Für erlangte Auszeichnungen gibt es 5 bzw. 2 Punkte. Die zuvor beanspruchten Meilensteine sind 5 Siegpunkte wert. Plättchen auf dem Spielbrett: Für jede eigene Grünfläche gibt es 1 Punkt und zudem geben Städte für jede angrenzende Grünfläche (unabhängig davon, wem die Fläche gehört) einen weiteren Siegpunkt. Zuletzt werden noch die Karten in den Spielerbereichen, für die es Siegpunkte gibt, gezählt.

Sagen wir der Einfachheit halber mal, dass alle Spieler einen Terraformwert von 40 erreicht haben und die Karten im Spielerbreich für alle 10 Punkte wert sind. Dann ergeben sich die Punkte anhand des Bildes wie folgt:

Blau: 5 Punkte für eigene Grünflächen, 7 Punkte für angrenzende Grünflächen an eigenen Städten, 5 Punkte für den Meilenstein „Terraformer“, 5 Punkte für das Erreichen der Auszeichnung „Banker“. Insgesamt 72 Punkte.

Rot: 7 Punkte für eigene Grünflächen, 11 Punkte für angrenzende Grünflächen an eigenen Städten, 5 Punkte für den Meilenstein „Gärtner“, 2 Punkte für den zweiten Platz in der Auszeichnung „Banker. Insgesamt 75 Punkte.

Grün: 7 Punkte für eigene Grünflächen, 9 Punkte für angrenzende Grünflächen an eigenen Städten, 5 Punkte für den Meilenstein „Bürgermeister“. Insgesamt 71 Punkte.

Mein Fazit zu Terraforming Mars

Mit Terraforming Mars bekommst du ein Brettspiel, bei dem man das Gefühl hat, es wurde auf wissenschaftlicher Basis sehr realistisch durchdacht. Beispielsweise eine Atombombe zu zünden, um die Temperatur auf dem Mars zu erhöhen. Das ist nicht einfach irgendwie weit hergeholt, sondern vermutlich zielführend. Auf allen Projektkarten sind thematische Grafiken und Flavourtexte zu finden, die das jeweilige Ereignis gut darstellen. Hier muss man einfach Lob für Kreativität und Gedankengut in den über 200 Projektkarten aussprechen, wovon übrigens keine einzige doppelt ist. Durch eben diese Menge an Projekten, verschiedenen Konzernen und unterschiedlichen Strategieansätzen, bietet Terraforming Mars jede Menge Varianz und einen hohen Wiederspielwert.

Spielkonzept

Was mir am besten gefällt, ist wie gut die Wirtschaft umgesetzt worden ist und wie fantastisch sie mit dem gemeinsamen Vorhaben, eben den Mars zu terraformen, zusammengreift. Das Spiel vermittelt einem durch die begrenzte Verfügbarkeit der Parameter, Meilensteinen und Auszeichnungen permanent das Gefül, sich hier in einem Wettrennen zu befinden. Das wird nochmal dadurch deutlich, dass man nur selten die Möglichkeit hat, Mitspieler aktiv zu stören. Das möchte man aber auch gar nicht, denn hier liegt der Fokus darin, ein für sich funktionierendes Wirtschaftssystem aufzubauen und dabei gleichzeitig durch Plättchen, Karten sowie Meilensteine und Auszeichnungen so viel extra Siegpunkte wie möglich zu erreichen.

Spielmaterial & Design

Größtes Contra bei Terraforming Mars ist für mich jedoch Design und Spielmaterial. Allein schon bei der Schachtel habe ich das Gefühl, als wäre die verwendete Pappe um einiges minderwertiger als die, anderer Spiele. Und dass mich das fehlende Inlay stört, brauche ich hier nicht nochmal groß auszuführen. Dazu kommt, dass das Spiel meines Erachtens so gestaltet worden ist, wie einem Science Fiction in den 90ern durch Film und Serie vorgemacht worden ist. Hier hätte ich mir einfach eine schönere, zeitgemäßere Präsentation eines futuristischen Science-Fiction-Designs gewünscht.

Trotzdem gehört Terraforming Mars heute zu meinen absoluten Lieblingsspielen. Das grandiose Spielkonzept hat sich bei mir gegen ein für mich nicht gelungenes Design und teilweise minderwertigem Spielmaterial durchgesetzt.

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