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Nicht oft stößt man auf Spiele, bei denen dir Titel und Design der Box sofort und unmissverständlich klarmachen, worum es hier geht. PUSH, ist definitiv eines davon. Nimm den Namen, der gleichzeitig Bestandteil der gewählten Spielmechanik ist, drucke Spielkarten auf die Schachtel und dem ist eigentlich nicht mehr viel hinzuzufügen. Meine ich. Damit es aber auch wirklich der letzte versteht, dachte man sich hier eher etwas wie „Hey! Das Wort PUSH, dass dich quasi anschreit, reicht noch nicht. Lass uns push your luck nochmal direkt daneben schreiben!“. Das mag jetzt so klingen als würde ich das kritisieren oder auf eine unnötige Übertreibung hinweisen wollen, allerdings ist mir völlig klar, dass Ravensburger nicht gerade ein Nischenverlag ist, der sogar Drogeriemärkte zu seinem Vertriebsnetz zählt. Und da kann es eben gut sein, dass Opa Heinz-Herbert für seinen Enkel oder seine Enkelin ein Geburtstagsgeschenk sucht und selbst mit diesen unauffälligen Hinweisen zur Funktionsweise des Spiels absolut nichts anfangen kann. Oder es möglicherweise sogar mit dem Kugelschubsspiel von 1977 verwechselt.

Worauf ich eigentlich hinaus möchte: PUSH geizt nicht mit seinen Hinweisen darauf, was das Spiel zu bieten hat. Du suchst ein push-your-luck Kartenspiel? Hier. Haste. Viel Spaß. Und das finde ich sehr gut. Spieler, die mit dem Begriff etwas anfangen können, wissen hier sofort was sie bekommen.

Details

Was mich tatsächlich wundert, ist die Tatsache, dass PUSH ein recht junges Spiel ist. Mit dem Titel und einer doch längst etablierten Spielmechanik könnte es auch in den 90ern erschienen sein. Dass aber erst 2018 ein Spielautor auf die Idee kommt, ein push-your-luck Kartenspiel mit Namen PUSH zu entwerfen überrascht mich. Das Kartenspiel für 2-6 wagemutige Spieler ist wie oben schon erwähnt über Ravensburger erschienen.

Push it to the limit

Bei PUSH geht es darum, sein Glück auf die Probe zu stellen und im richtigen Moment zu wissen, wann Schluss ist. Dabei deckt der aktive Spieler so lange nacheinander Karten vom verdeckten Stapel auf, wie er entweder kann, oder möchte. Aus den gezogenen Karten bildet er bis zu 3 Stapel, die nicht die gleiche Farbe und/oder Zahl enthalten dürfen. Befindet sich beispielsweise auf jedem der 3 Stapel bereits eine grüne 4, darf er keine grüne Karte (egal, welchen Wertes) und keine 4 (egal welcher Farbe) mehr anlegen. Hört er jetzt auf, kann er sich einen der gebildeten Stapel nehmen und in seine Auslage legen. Sichert er sich diese Karten noch oder muss sie bis zum Ende des Spiels nicht abwerfen, sind sie Siegpunkte wert. Dann nehmen sich die nächsten beiden Spieler je einen der übrigen Stapel.

Hört er nicht auf, geht der Nervenkitzel los. Würde er zum Beispiel als nächstes eine grüne 5 aufdecken, kann er diese nicht anlegen und „explodiert“. In dem Fall darf er sich keinen der gebildeten Stapel nehmen und muss dazu noch den Würfel werfen, welcher dann schlimmstenfalls eine Farbe anzeigt, die er komplett aus seiner Auslage entfernen muss. In den insgesamt 120 Karten gibt es die Farben rot, blau, grün, gelb und lila mit Zahlen von 1-6. Zusätzlich sind Richtungswechsel-Karten und Karten mit einem Würfel darauf enthalten. Letztere werden ebenfalls auf die Stapel gelegt und sorgen dafür, dass ein Spieler würfeln muss, sobald er sich diesen Stapel nimmt. Auch die Würfelkarten dürfen nur 1x in jedem Stapel enthalten sein.

Fazit

PUSH hat mir wieder einmal gezeigt, wie viel Spaß und Nervenkitzel in einer so kleinen Box stecken können. An sich bekommst Du hiermit „nur“ 120 Karten und einen Würfel. Das reizvolle  Spielprinzip, die kurze Dauer, das flotte Tempo und die simplen Regeln sorgen aber dafür, dass PUSH für mich zu jeder Gelegenheit eingeworfen werden kann. Ich lege es jedem ans Herz, der noch kein vergleichbares Spiel in seiner Sammlung hat.

*Bei diesen Links handelt es sich um Affiliate-Links. Kaufst du dir PUSH über diese Links, erhalte ich durch deinen getätigten Kauf eine Provision. Dadurch kannst du diesen Blog unterstützen, ohne dass sich der Preis für dich dadurch ändert.

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