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2015 bei Czech Games Edition erschienen und 2016 als Spiel des Jahres gekürt, ist Codenames von Vlaada Chvátil für mich bereits jetzt schon ein echter Klassiker. Ich bin generell ein großer Fan von Denk- und Knobelspielen, selbst für eine Runde „Wer bin ich?“ (nicht das Brettspiel, sondern klassisch mit Post-It an der Stirn) oder „Stadt-Land-Fluss“ bin ich immer zu haben. Da passt Codenames, ein Spiel bei dem es darum geht, zufällige und oft zusammenhanglose Codewörter miteinander zu verbinden, genau rein. Ich meine, wenn du es schaffst, die beiden Wörter Krebs und Gras durch den Tipp „Komplementärfarbe 2“ zu verbinden und dein Teampartner darauf kommt, ist das einfach ein grandioses Gefühl.

Teamspiel

Apropos Teampartner. Nicht zuletzt liebe ich das Spiel auch, weil es ein symmetrisches Teamspiel ist. Davon sind mir leider sehr wenig bekannt. Vieles in meinem Stapel oder den Sammlungen von Freunden ist entweder Voll- bzw. Teilkooperativ, kompetitiv, asymmetrisch oder sonst was. Richtige Teamspiele, bei denen beide Teams das gleiche Ziel verfolgen und es letztendlich darum geht, wer es besser macht, ist meines Erachtens nach leider Mangelware. Die einzigen Spiele, die mir spontan noch einfallen, sind Trapwordz, aus dem selben Hause wie Codenames und Decrypto. Ich freue mich tierisch auf einen Kommentar von dir, falls du noch weitere Teamspiele kennen solltest. Ich bin auf der Suche nach mehr!

Worum geht es?

Worum es eigentlich genau geht, ist schnell erklärt: Zu Beginn werden 25 zufällige Wortkarten bereitgelegt und die Teams bestimmen jeweils einen Geheimdienstchef. Diese haben, durch eine geheime Karte, die das Wortkarten-Raster darstellt, Informationen darüber, was sich hinter den Wortkarten verbirgt. Eigene Agenten, Agenten der Gegenspieler, neutrale Karten oder der Attentäter. Die Bosse haben nun die Aufgabe, ihren Teammitgliedern durch genau 1 Wort, kombiniert mit einer Zahl mitzuteilen, wo die eigenen Agenten versteckt sind. Meinen die Teammitglieder, sie haben die zugehörigen Karten zum Tipp gefunden, nennen sie diese. Der Geheimdienstchef legt dann die entsprechenden „Personenkarten“ die sich hinter den Wörtern verstecken darauf. Dabei können natürlich auch Agenten der Gegenseite oder noch schlimmer, der Attentäter getroffen werden. Erstes schenkt dem Gegner einen Vorteil, letzteres bedeutet den sofortigen Sieg für das Gegnerteam.

Das tolle hierbei ist, dass man natürlich schneller als das Gegnerteam, all seine Agenten aufdecken möchte, indem man versucht, so viele Wortkarten wie möglich miteinander zu kombinieren. Dabei entstehen oft Situationen, in denen man auch bewusst eine neutrale Karte mit einbezieht oder es riskiert, dem Gegner bewusst einen „Punkt“ zu schenken.

Als Beispiel, wenn unser Team rot und das gegnerische blau ist: Die 3 Wortkarten Europa, London und Berlin liegen aus, wovon 2 rote Agenten und 1 blauer Agent dabei ist, dann macht es als Chef Sinn, lieber „Geografie 3“ (statt 2) zu sagen, damit meine Teammitglieder nicht einen roten und einen blauen aufdecken, sondern 2 rote und 1 blauen.

Mein Fazit zu Codenames

Ich mag es, wie Codenames einen zwingt um Ecken zu denken und dabei alle Wörter im Überblick zu behalten. Konzentriert man sich nur auf die eigenen, besteht die Gefahr ausversehen einen Tipp zu geben, der auch auf gegnerische Agenten oder dem Attentäter zutreffen. Das Ganze dann vielleicht noch unter Zeitdruck. Denn, es gibt eine Sanduhr, die das Gegnerteam nach belieben umdrehen kann. Mit einer Spieldauer von ca. 15 Minuten und quasi unbegrenzter Spieleranzahl, ist es für mich ein super Opener oder Absacker für jeden Spieleabend. Dazu gibt es noch weitere Versionen, wie Codenames Pictures oder eine Marvel-Variante.

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