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Cities: Skylines. Ein Videospiel, dass die Herzen von Liebhabern von Städtebausimulationen im Sturm erobert hat. Nicht zuletzt, weil sich Publisher EA mit seiner Konkurrenz-Spielereihe Sim City in den Jahren zuvor einen Fauxpas nach dem anderen geleistet hat. Cities Skylines ist heute das, was Sim City immer hätte werden können. Städtebauspaß mit Mod-Unterstützung, einer lebendigen Welt und detailliertem Verkehrssystem. Ich liebe es. Habe Stunden damit verbracht, ganze Städte aus dem Nichts emporzuheben, den Verkehr auf meinen Straßen zu zähmen und meine Bürger zufriedenzustellen. Daher war ich umso gespannter, als eines meiner Lieblingsspiele als Brettspiel angekündigt worden ist. Und deshalb bist du wohl auch hier. Was kann Cities Skylines – Das Brettspiel?

Disclaimer: Das Brettspiel wurde mir vom KOSMOS Verlag kostenlos für ein Review zur Verfügung gestellt. Mir wurden keine Bedingungen gestellt und meine Meinung über das Spiel ist dadurch nicht beeinflusst.

Details

Cities Skylines – Das Brettspiel ist ein kooperatives Städtebauspiel von Rustan Hakansson für 1-4 Spieler, das im Oktober beim KOSMOS Verlag erschienen ist. Wie auch beim Vorbild für den PC, übernehmen wir hier die Rolle des Bürgermeisters und planen eine Stadt von Grund auf. Dabei gilt es zum einen Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete zu errichten, aber auch auf Versorgung und Dienstleistungen für unsere Bürger zu achten, wie z.B. Wasser und Strom oder Schulen und Feuerwehrgebäude. Erschwert wird das Vorhaben durch ein begrenztes Budget und Faktoren wie Umweltverschmutzung, Verkehr und Kriminalität. Ziel ist es, die Stadt über 4 Spielplanteile auszubreiten und die Bürger dabei möglichst zufriedenzustellen.

ERSTEINDRUCK UND SPIELMATERIAL

Bis ich das Brettspiel erhalten hatte, war mir noch gar nicht so viel über das Cities Skylines Brettspiel bekannt. Kooperatives Städtebauspiel, mit quadratischen Planteilen und Plättchen zum Legen von Gebieten und Gebäuden. Das wars. Kein Gameplay, keine Mechaniken. Daher war ich sehr neuigierig, wie Cities: Skylines wohl als Brettspiel umgesetzt worden ist. Also, Schachtel aufgemacht, neugierig Spielmaterial begutachtet und Enthusiasmus gleich mal etwas gebremst. Denn ich befand mich in einer Situation, die ich zuletzt beim Öffnen der Terraforming Mars Box hatte: Haufenweise Spielmaterial erwartete mich, aber weder Inlay, noch Tütchen. Resultierte dann darin, dass ich die über 100 Marker einfach in die Box geplöppelt habe.

Cities Skylines - Spieleschachtel mit Plättchen

Keine Tütchen für dich!

Ich starte nur ungern gleich mit Kritik. Es geht hier aber nun mal um den Ersteindruck. Und das ist er. Vielleicht bin ich zu penibel oder zu anspruchsvoll, aber ich verstehe nicht so recht, wieso man Spiele mit über 100 Plättchen und genauso vielen Karten, bei denen es durchaus Sinn macht, sie sortiert parat zu haben, ohne Möglichkeit einer akzeptablen Wiederverstauung rausbringt. Ich meine, die meisten Brettspieler werden Tütchen zuhause haben und nahezu jeder Haushalt verfügt über Gefrierbeutel und Gummis um Karten zusammenzuhalten, aber hier bewusst auf den Service zu verzichten, das Spielmaterial sofort und sicher wieder in der Schachtel unterbringen zu können, stört mich. Das ist definitiv kein Beinbruch und macht das Spiel auch nicht schlecht. Ich will damit nur näherbringen, dass zumindest bei mir, eine ansprechende Erstpräsentation dadurch fehlgeschlagen ist. Und das ist schade. Denn…

Plättchenschlacht

Das Spielmaterial ist toll. Wir haben hier 48 verschiedene Plättchen für Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete, 27 Versorgungs- und Dienstleistungsgebäude in jeweils 3 verschiedenen Größen, 10 Einzigartige Gebäude, haufenweise Geldplättchen und Verwaltungsmarker. Dazu die ganzen Spielplanteile, Verwaltungstafel und eine echt gelungene Skyline zur Anzeige der Zufriedenheit bzw. des Punktestandes. Das war es aber noch nicht, denn on top gibt es nochmal über 100 Karten unterteilt in Bau-, Rollen- und Newskarten sowie Karten für die einzigartigen Gebäude und Stadtrichtlinien. Alles in einem sehr schönen, sauberen Design das logischerweise einen hohen Wiedererkennungswert zum Videospiel hat. Du merkst also selbst, ich komme aus dem Aufzählen nicht mehr raus und bin vom Material auch etwas angetan. Gerade deshalb, finde ich den Verzicht auf Tütchen so schade.


SO WIRD CITIES SKYLINES – DAS BRETTSPIEL GESPIELT

In Cities Skylines – Das Brettspiel errichten wir als Bürgermeister zusammen mit bis zu 4 Spielern eine Stadt nach unseren Wünschen und möchten dabei das Maximum an Zufriedenheit für unsere Bevölkerung erreichen. Unsere Stadt wird dabei nach und nach durch plättchenlegen erbaut, deren Art (Wohn-/Gewerbe-/Industriegebiet, Versorgung, Dienstleistung) wir uns aber nur beschränkt aussuchen können. Wir können nur das bauen, was wir zuvor in Form von Karten von 3 verschiedenen Stapeln ziehen. Daher ist geschicktes Planen und kooperatives Vorgehen notwendig.

Cities Skylines bietet insgesamt 5 verschiedene Szenarien, die man als Module betrachten kann. Du kannst eines der Szenarien zum Spiel hinzufügen, aber auch alle 5. Der Vollständigkeit halber, werde ich den Spielaufbau inklusive aller Szenarien erklären, welche Rollen- & News-Karten, sowie Stadtrichtlinien und die einzigartigen Gebäude enthalten.

SPIELVORBEREITUNG

Cities Skylines Brettspiel: Vorberetungen und Spielaufbau

SPIELPLANTEILE

Zu Beginn werden die 4 Spielplanteile A, B, C und D verdeckt in die Tischmitte gelegt, so, dass sich in der Mitte ein großer See befindet. Verdeckt, heißt in dem Fall, mit den Straßen nach unten und Kosten für die Beanspruchung nach oben. Während die Szenarien 1-4 ein anderes, vorgegebenes Muster haben, bietet Szenario 5 nochmal eine ganz neue Herausforderung: 6 Spielplanteile werden versteckt gemischt, wovon zufällig 4 verdeckt auf dem Tisch landen. Das bringt Abwechslung in die Städteplanung und bricht die Vorhersehbarkeit.


Verwaltungstafel beim beenden eines Meilensteins

VERWALTUNGSTAFEL & PUNKTEANZEIGE

Zu den Planteilen gesellt sich die Verwaltungstafel mit samt ihren Markern für Strom, Wasser, Müll, Zufriedenheit, Arbeitskraft, Umweltverschmutzung, Verkehr und Kriminalität (der für Kriminalität ist leider verlorengegangen). Sie gibt stetig Auskunft über den Zustand eurer Stadt und beherbergt darüber hinaus euer Geld. Je nach Schwierigkeitsgrad, den ihr selbst wählen dürft, landen zu Beginn Geldmarker im Wert von 12 (Anfänger), 10 (Erfahrene) oder 8 (Experten) in der Stadtkasse. Für wie erfahren du dich in Sachen Brettspielen auch halten magst, ich würde für den Start auf jeden Fall 12 empfehlen.

Zusätzlich stellt ihr noch die hübsche Skyline mit Punkteanzeigern, in Form von kleinen, grünen Smileys, auf 0 dazu.


Plättchen aus Cities Skylines

ALLE MEINE PLÄTTCHEN…

Ist das erledigt, habt ihr jetzt etwas Spaß dabei, die zahlreichen Plättchen ihrer Zugehörigkeit nach zu sortieren und bereitzulegen. Ich würde empfehlen, die Dienstleistungs- und Versorgungsgebäude beginnend mit dem Größten Plättchen zu stapeln. So habt ihr sie später gleich parat und müsst nicht danach wühlen. Baust du dieses Spiel zum ersten mal auf, wirst du merken, warum ich mich über fehlende Tütchen beschwert habe. Der Sortierspaß steigert sich nämlich enorm, wenn alle Plättchen durcheinander sind. Und ja. Unterdessen habe ich für jede Plättchenart eine eigene Tüte.


Baukarten der Stufe 1, 2 und 3

DIE KARTEN

Alle Baukarten der gleichen Stufe (von 1-3, erkennbar auf der Rückseite) werden gemischt und als Stapel, am besten gut erreichbar für alle, bereitgelegt. In den Stapeln der Stufe 2-3 befinden sich nun Bau- und Newskarten, sowie Stadtrichtlinien und einzigartige Gebäude, während sich im Stufe-1-Stapel ausschließlich Baukarten befinden. Vom Stufe 1 Stapel erhält nun jeder Spieler Startkarten, abhängig von der Spieleranzahl (4 Spieler = 3, 3 Spieler = 4, 2 Spieler = 5, 1 Spieler = 7).

Danach bekommt jeder Spieler zwei Rollenkarten und wählt sich eine davon aus. Wichtig ist hierbei, das nicht gleichzeitig zu tun, sondern nacheinander im Uhrzeigersinn. Denn die Wahl der Rollen darf und vor allem sollte offen besprochen werden.

Den Grundstein legen

Ist alles aufgebaut, startet ihr, indem ihr zusammen überlegt, mit welchem Spielplanteil ihr eure Stadt beginnen möchtet. Das Spiel lässt einen hier frei entscheiden, ob man mit dem günstigsten oder einem der anderen Planteile anfangen möchte, jedoch gab es hier für uns nie wirklich einen Grund, nicht das Günstigste zu wählen. Geld wird in Cities Skylines an sich immer benötigt und gleich zum Start mehr auszugeben, um ein identisches Planteil aufzudecken und sonst keinen Boni zu erhalten, machte für uns null Sinn. Also, entscheidet euch für ein Planteil, deckt es auf und bezahlt dessen Kosten aus der Stadtkasse. Seid ihr euch uneinig, ist es zum einen mal ein schlechtes Zeichen für euer kooperatives Vorhaben, und zum anderen entscheidet der Startspieler.


Weiter mit Rundenablauf:

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